BMI-Hack: Kommt NIS 2 doch noch dieses Jahr?

Foto des BMI am Minoritenplatz

Anfang September wurde berichtet, dass das Bundesministerium für Inneres Ziel eines Cyberangriffes war.

Die Informationslage zum Ziel und Erfolg des Angriffes ist sehr dünn, aber angeblich geht es um kompromittierte E-Mailserver.

Ein Artikel des ORF vom 1. September (https://orf.at/stories/3404169) bringt dabei bereits im Titel „Cyberangriff auf Innenministerium: EU-Richtlinie nicht umgesetzt“ den Cyberangriff mit dem fehlenden NIS-Gesetz in Zusammenhang.

Unabhängig davon, ob ein NIS-Gesetz eine Auswirkung auf diesen Angriff gehabt hätte, ich zweifle daran, werden Stimmen laut, die von einer Umsetzung der NIS-2-Richtlinie noch dieses Jahr sprechen.

Und tatsächlich scheint der Angriff wieder mehr Aufmerksamkeit für das Thema kritische Infrastruktur geschaffen zu haben.
So wurde erst am 24. September das Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz, mit dem BMI als zuständiger Behörde, im Nationalrat beschlossen.
Und auch das geplante, aber damals abgelehnte, NIS-Gesetz ist laut ORF.at in der Zwischenzeit überarbeitet worden und befindet sich in Abstimmung zwischen den Koalitionspartnern.

Wir sind vorsichtig optimistisch.

So oder so, es scheint sich etwas zu tun und das ist gut, denn die Cybersicherheit Österreichs ist weiterhin ausbaufähig.

  • A portrait of Thomas with colorful hair

    Thomas ist ein erfahrener IT-Security-Experte mit über 15 Jahren Praxis in Technik, Organisation und Beratung.

    Thomas verbindet tiefes technisches Wissen mit organisatorischem Verständnis und einem klaren Blick für Risiken. Gleichzeitig bleibt er im Herzen Techniker und Tüftler, der auch privat Freude an Technologie und neuen Entwicklungen hat.

    Integrität, Unabhängigkeit und Praxiserfahrung machen ihn zu einem kompetenten Berater, der fachlich wie persönlich überzeugt.

Share Post

Cyberkriminelle, die diesen Artikel gehasst haben, hassten auch: